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Interview mit WIN-Verlag

Im Interview sprechen wir mit Martina Summer vom WIN-Verlag über die Bedeutung von Kooperationen mit IT-Fachmedien, geeignete Content-Formate, typische Fehler, aktuelle Trends und vieles mehr.

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Inhaltsverzeichnis

Warum sollten Unternehmen gerade in Zeiten von Budgetkürzungen in Kooperationen mit etablierten Fachmedien investieren?

Martina Summer: Gerade in angespannten Budgetphasen ist Reichweite allein nicht entscheidend, sondern Qualität und Zielgenauigkeit. Etablierte Fachmedien bieten genau das: eine klar definierte, fachlich qualifizierte Zielgruppe und hohe Glaubwürdigkeit. Statt Streuverlusten entsteht so ein effizienter Einsatz von Marketingbudgets mit nachhaltiger Wirkung – insbesondere im B2B-Umfeld. Genau hier setzen wir an und verbinden relevante Inhalte, branchenspezifische Bedürfnisse und die richtigen Zielgruppen – über vernetzte Kanäle, abgestimmt auf Thema, Timing und Wirkung. Ob Portale, Newsletter, Audio/Video, ePaper oder Events: Jede Plattform ist Teil eines integrierten Netzwerks mit einem klaren Ziel – Mehrwert für Leser und nachhaltige Sichtbarkeit für Marken.

Welche Media-Formate sind Ihrer Erfahrung nach dabei besonders effektiv?

Martina Summer: Besonders wirkungsvoll sind Kombinationen aus redaktionellen Fachartikeln, Reichweiten-Boostern für mehr Sichtbarkeit, digitalen Native Ads, Whitepaper-Kooperationen und Webinaren. Diese Formate ermöglichen sowohl Tiefe als auch Interaktion und begleiten den Entscheidungsprozess über mehrere Touchpoints hinweg. Jedoch sollte man auch die klassischen Werbeformen wie Anzeigen mit einer sofortigen Sichtbarkeit und klaren Botschaft nicht außer Acht lassen. Mit einer Anzeige können Unternehmen ihre Positionierung präzise steuern und ihre Markenbotschaft ohne Umwege im direkten redaktionellen Umfeld platzieren. Gerade in etablierten Fachmedien entsteht dadurch ein starkes Vertrauenssignal, das auch im digitalen Zeitalter weiterhin Wirkung entfaltet.

Welche Inhalte eignen sich besonders, um technisch komplexe Themen verständlich zu vermitteln?

Martina Summer: Komplexe Inhalte lassen sich am besten über praxisnahe Anwendungen, Visualisierungen und klare Nutzenargumente vermitteln. Entscheidend ist, nicht die Technologie allein zu erklären, sondern den konkreten Mehrwert für den Anwender herauszuarbeiten. Dies gelingt gut über Advertorials, Webinare und Videoformate.

Welche Rolle spielen konkrete Anwendungsbeispiele und Referenzprojekte in Ihren Medien?

Martina Summer: Eine sehr große. Praxisbeispiele schaffen Vertrauen und machen abstrakte Technologien greifbar. Sie sind oft der entscheidende Faktor, um aus Interesse konkrete Nachfrage zu generieren.

Wie können Unternehmen Inhalte so aufbereiten, dass sie sowohl technische Experten als auch Entscheider gleichermaßen erreichen?

Martina Summer: Die Kunst liegt in der Balance: technische Tiefe für Experten, kombiniert mit klaren Nutzenargumenten für Entscheider. Eine klare Struktur, verständliche Sprache und modular aufgebaute Inhalte helfen dabei, beide Zielgruppen gleichzeitig abzuholen.

Welche Fehler von Unternehmen beobachten Sie häufig bei der Content-Kooperation mit Ihren Fachmedien?

Martina Summer: Häufig wird Content zu produktzentriert und zu wenig zielgruppenorientiert aufbereitet. Außerdem wird der Mehrwert für den Leser nicht klar genug herausgestellt. Ein weiterer Fehler ist, das Potenzial der Medienpartnerschaft nicht strategisch über mehrere Kanäle hinweg zu nutzen.

Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung ein, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Print und Online, Suchmaschinen-Sichtbarkeit (SEO/GEO), Social Media und neuen digitalen Formaten?

Martina Summer: Print bleibt im B2B-Bereich ein wichtiger Vertrauensanker, wird aber zunehmend durch digitale, datengetriebene Formate ergänzt – nicht ersetzt! Entscheidend wird die intelligente Verzahnung aller Kanäle sein – insbesondere im Zusammenspiel von SEO, Social Media und hochwertigen Fachinhalten.

Wie können Unternehmen Owned, Earned und Paid Media aus Ihrer Sicht sinnvoll kombinieren?

Martina Summer: Der größte Hebel entsteht durch Integration: Owned Media liefert die Basis, Paid Media sorgt für Reichweite, und Earned Media schafft Glaubwürdigkeit. Fachmedien spielen dabei eine zentrale Rolle als vertrauensstiftende Plattform im Earned- und Paid-Umfeld.

Erkennen Sie bei Ihren Zielgruppen aktuell Trends, die Unternehmen nicht ignorieren sollten?

Martina Summer: Ja – insbesondere der Wunsch nach praxisnahen, schnell erfassbaren Informationen nimmt zu. Gleichzeitig steigt die Erwartung an Tiefe und Glaubwürdigkeit. Zudem gewinnt der Bereich Nachhaltigkeit und Effizienz in nahezu allen Industrien weiter an Bedeutung.

Was würden Sie einem Unternehmen raten, das bislang wenig mit Fachmedien im Bereich Content-Marketing und Mediakooperation zusammengearbeitet hat?

Martina Summer: Der wichtigste Schritt ist, fokussiert zu starten und gleichzeitig strategisch zu denken. Bereits eine erste, klar konzipierte Kooperation – etwa ein Fachbeitrag, eine Case Study oder auch eine klassische Anzeige im passenden Fachumfeld – kann wertvolle Reichweiten- und Performance-Effekte erzielen, konkrete Insights liefern und zugleich die Grundlage für eine nachhaltige, kanalübergreifende Medienstrategie schaffen.

Vielen Dank für das Interview und die spannenden Einblicke!

Martina Summer ist Verlagsleiterin beim WIN-Verlag. Der Verlag gehört zu den führenden Fachverlagen im deutschsprachigen Raum für Themen wie IT, Technologie, Digitalisierung, KI, Industrie 4.0 und Automatisierung. Zum WIN-Verlag gehören unter anderem neun Fachmagazine und neun Online-Portale mit Informationen zu den neuesten Trends und Entwicklungen in unterschiedlichen Branchen.