Video-Recruiting: Dieses Unternehmen schaue ich mir an

„Diese Stellenangebote könnten Sie interessieren“, lese ich in einer Nachricht von LinkedIn. XING schickt mir ähnlich spannende Ankündigungen. Ok, ein Blick kann ja nicht schaden. Was bieten andere Firmen denn so? Nach wenigen Minuten wird klar: 90 % der Stellenanzeigen sind austauschbar. Einige überraschen mit ihrer Teamstruktur oder der Aufgabenvielfalt, aber wirklich ansprechend wirken auf mich nur wenige: nämlich die, die sich modern und sympathisch per Video vorstellen. Die schau ich mir mal an.

Fast jeder ist heute mobil erreichbar. Da liegt es doch auf der Hand, dass sie auch bei der Jobsuche am liebsten über diesen Weg angesprochen werden möchten. Unternehmen sollten daher beim Recruiting umdenken und vermehrt moderne Kommunikationskanäle nutzen. Damit meine ich neben LinkedIn und XING natürlich auch Twitter, Facebook, Instagram oder Snapchat. Und was kommt dort meist am besten an? Richtig: Videos!

Dieser Trend ist auch vielen Unternehmen nicht verborgen geblieben, die Videos gezielt für ihr Recruiting nutzen möchten. Bei der Konzeption eines solchen Recruiting-Kurzfilms ist es ratsam, einen professionellen Videopartner mit ins Boot zu holen. Dieser kann gemeinsam mit dem Unternehmen Ideen sammeln, sich um die technische Umsetzung kümmern und zudem durch seine unvoreingenommene Sichtweise frischen Wind in die Konzeption bringen. Denn Firmen sind oft betriebsblind und erkennen die wahren Besonderheiten ihrer Organisation gar nicht mehr.

Hier ein paar Leitsprüche, die Unternehmen bei der Konzeption eines Recruiting-Videos für das Social Web berücksichtigen sollten:

  • Es geht nicht um eine Lobpreisung des eigenen Unternehmens, sondern um eine sympathische, bodenständige Darstellung.
  • Unterhalten Sie Zuschauer mit einer greifbaren Geschichte, z.B. bekannten Szenarien aus dem Arbeitsalltag. Der Zuschauer soll sich damit identifizieren können, wodurch sein Interesse für das Video bzw. Unternehmen gesteigert wird.
  • Langweilen Sie nicht mit abgedroschenen Phrasen!
  • Erzeugen Sie Emotionen!
  • Sprechen Sie die Zuschauer direkt an! („Call to action“)
  • Seien Sie unkonventionell!

Besonders unkonventionelle Videos erregen Aufmerksamkeit. Auch ich merke immer wieder, dass bereits die ersten Sekunden darüber entscheiden, ob ich abschalte oder weiterschaue. Speziell für Videos in sozialen Medien gilt: kurz, knackig, kreativ! Doch zwischen kreativ und peinlich liegt ein schmaler Grat. Denn viele Recruiting-Videos, sogar die von Großkonzernen, sorgen für ungewollte Lacher. Nur die Firmen, die sich selbst treu bleiben und nichts darstellen wollen, was sie nicht sind, stellen sich authentisch und sympathisch vor. Und darauf kommt es schließlich beim Recruiting-Video hauptsächlich an.

Wie verbreite ich das Video am besten?

Ist der Film im Kasten, bieten Social-Media-Plattformen diverse Möglichkeiten zur Verbreitung.
Um Postings zusätzlich zu pushen, empfehlen sich kostenpflichtige Sponsoring-Kampagnen, die zu einem Post hinzugebucht werden können. So lässt sich zum Beispiel der Nutzerkreis, dem das Video angezeigt werden soll, auf eine bestimmte Zielgruppe (bspw. nach Wohnort, Alter, Interessen) definieren. Zudem können – insbesondere bei Twitter und Instagram – gezielt Hashtags verwendet werden, um die Reichweite entsprechend zu steigern. Unternehmen sollten zudem über einen Untertitel im Video nachdenken, damit der Inhalt auch ohne Ton verständlich ist – wichtig für Smartphone-Nutzer, die ihr Gerät oft lautlos gestellt haben.

Jedes Unternehmen kann mit einem ehrlichen und authentischen Recruiting-Video das Interesse potenzieller Mitarbeiter enorm steigern. Die Verbreitung via Social Web bietet dafür eine sehr gute Plattform, insbesondere aufgrund der hohen Reichweite und zielgruppenspezifischen Ansprache.