News
Wissen rund ums Web – Teil 2: König Content und seine Untertanen
Es mag für den ein oder anderen Web-Experten abgedroschen klingen, bringt man das bekannte Sprüchlein an: „Content is King.“ Viele sagen, vor deren Inhalt sollten zuerst einmal die Rahmenbedingungen für eine Website geschaffen werden. Das mag einerseits stimmen, andererseits haucht geeigneter Content einer Internetpräsenz richtiges Leben ein. Denn sowohl der Besucher als auch die Suchmaschine erkennen eine geeignete Website an der Relevanz und guten Lesbarkeit des Textes. Teil 2 unserer Newsletter-Reihe „Wissen rund ums Web“ zeigt auf, wie der oft vorzufindende, schwächelnde König wieder zurück auf seinen Thron findet.
Wie schon in Teil 1 unserer S&P-News zum Thema Webseitenoptimierung erklärt, nützt die neue oder umgestaltete Internetseite wenig, wenn sie für Suchmaschinen und User nicht sichtbar ist. Erste wichtige Voraussetzung für das Auffinden einer Seite über die wichtigen Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo etc.) ist, dass sie von diesen auch gelesen werden kann. In erster Instanz müssen dafür sicherlich erst einmal viele technische Aspekte der Onpage-Optimierung erfüllt sein, doch schon von Anfang an spielt auch König Content eine wichtige Rolle. Denn er beinhaltet optimalerweise die relevanten Keywords und Inhalt, den der potenzielle Kunde bzw. Interessent sucht. Mit diesem Mehrwert wird das Interesse auf den Internetauftritt gelenkt, was bei optimaler Nutzerführung auch eine messbare Aktion – sei es eine Anfrage, ein Kauf, ein Rückruf etc. – zur Folge haben kann.
Weiterempfehlung bei guter Regentschaft
Nicht zu verachten ist die Tatsache, dass die User-Gemeinde außerhalb des Herrschaftsgebietes eine „gut regierte“ Website häufig weiterempfiehlt. In der heutigen Zeit geschieht dies meist über Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, News-Portale oder Xing etc. Auch Blogs oder Foren sind voll mit Empfehlungen zu relevanten Internetseiten zu einem bestimmten Thema. Ist der Text einer Website nicht verständlich oder fehlen ihm wichtige Keywords, wird die jeweilige Internetpräsenz wohl kaum an Reputation gewinnen bzw. überhaupt gefunden.
Suche grüne Tasche zum Umhängen aus …
Doch woher weiß König Content, welche Keywords er beinhalten muss? Die Schwierigkeit besteht darin, das unterschiedliche Suchverhalten der Nutzergemeinde zu berücksichtigen. Denn wer z.B. eine Umhängetasche sucht, der gibt als Begriff nicht zwangsläufig nur „Tasche“ ein, sondern ggf. „Tasche zum Umhängen“ oder noch spezifischer „Umhängetasche aus Leder“ oder Ähnliches. Diese Tatsache sollte der Webseiteninhaber beim Schreiben des Seiteninhalts dringend beachten und eine gute Mischung relevanter Keywords finden. Hierzu existieren kostenlose Keyword-Tools, mit denen die Relevanz einzelner Begriffe oder Begriffsketten analysiert werden kann. Eins der bekanntesten dürfte sicherlich das Google-Keyword-Tool sein. Hier werden Werte angegeben wie „monatliche Suchanfragen“, „regionales Interesse“ oder „Interesse im zeitlichen Verlauf“. Wer diese Angaben zu analysieren weiß, hat den ersten Schritt zu einem guten Content schon getan.
Bekämpft den Fehlerteufel
Insgesamt gelten für einen guten Seiteninhalt die gleichen Regeln wie für andere Texte, beispielsweise Briefe, Artikel, Presseinformationen etc. Jeder Text sollte gut strukturiert und unbedingt fehlerfrei in Rechtschreibung und Grammatik sein – vor allem die wichtigen Keywords. Struktur kann beispielsweise durch Überschriften (inkl. Keyword) und Zwischenüberschriften (H-Tags) oder Aufzählungen erreicht werden. Dazu sollte man wichtige Begriffe durch Fettdruck hervorheben. Wie bei allen Texten ist es sinnvoll, mit diesen Mitteln sorgfältig und nicht inflationär umzugehen. Suchmaschinen danken es mit einer erfolgreichen Indizierung. Wirkt ein Text nicht professionell, wirft das kein gutes Licht auf die gesamte Seite und wird daher auch nicht von Usern empfohlen. Texte in Bilder zu verpacken bringt übrigens nichts, denn das kann keine Suchmaschine lesen. Eine gute, mit Keywords versehene Bildunterschrift dagegen schon. Zudem gilt es, sogenannten Duplicated Content zu vermeiden, denn die mehrfache Verwendung ein- und desselben Textes wird von den Suchmaschinen abgestraft – und auch das User-Volk möchte keinen König, der ständig das Gleiche verlauten lässt.
Anker setzen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des geeigneten Ankertextes. Dabei handelt es sich um den für den Besucher sichtbaren Teil eines Hyperlinks. Er ist ein weiteres Werkzeug, um die Suchmaschinen für das Ranking mit einzubeziehen. Viele machen jedoch den Fehler, das jeweilige Keyword mit Ankertext zu überladen, was von Google & Co. ebenfalls abgestraft wird, in dem die Seite nicht mehr gelistet wird. Hier gilt, wie auch bei Seitentitel und Bildbeschreibung: In der Kürze liegt die Würze. Dabei sollte eine sinnvolle Wahl und Beschreibung im Vordergrund stehen. Lieber stetig den Text optimieren, als einmalig zu überfüllen und damit zu rechnen, dass die dann folgende Untätigkeit belohnt wird.
Passivität ist im Übrigen im gesamten Bereich „Contenterstellung/-optimierung“ ein großer Fehler. Webseiten, die häufig aktualisiert werden, werden auch häufiger von Suchmaschinen-Robots besucht, was eine schnellere und aktuellere Indizierung des Contents zur Folge hat. Ein guter König analysiert doch schließlich auch regelmäßig, wie es seinem Volk geht, und nicht nur am Anfang seiner Regentschaft.
Weitere Informationen finden Sie in unserem S&P-Leitfaden
"Sieben Goldene Regeln für den Webseiten-Content"
