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Wissen rund ums Web – Teil 1: die SEO-Falle – oder: der „unsichtbare“ Internetauftritt

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Endlich! Die neue Internetseite ist online. Schickes Design, übersichtliche Inhalte, und der Besucher weiß sofort, wo er was anklicken muss. Fazit: Projekt Website-Relaunch gelungen! – So oder so ähnlich resümiert meist der Seiteninhaber. Aus Sicht von Google & Co. sieht die Sache aber meist ganz anders aus. Plötzlich werden Seiten nicht mehr gefunden, von Suchmaschinenoptimierung kann keine Rede mehr sein, und der Administrator verzweifelt förmlich bei der Content-Pflege. In unserer neuen Newsletter-Reihe „Wissen rund ums Web“ beleuchten wir das Thema Webseiten¬optimierung genauer. Teil 1 behandelt zunächst SEO-Grundlagen beim Relaunch.

Unter einem Relaunch versteht man in der Regel die vollständige Überarbeitung einer Website, die nach Fertigstellung an einem festen Stichtag „live“ geschaltet wird. Demgegenüber steht die stetige Weiterentwicklung eines Internetauftritts. Hier werden nach und nach Veränderungen vorgenommen oder neue Elemente der Seite hinzugefügt, ohne dies groß zu propagieren.

Verloren in den Tiefen des Internets
Aus Sicht einer effektiven Suchmaschinenoptimierung ist ein Relaunch immer mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Einerseits gilt es, vieles besser zu machen als bei der vorherigen Seite. Andererseits kann jahrelange Arbeit zur Erlangung eines hohen Google-Rankings zunichte gemacht werden, wenn im Zuge der Umgestaltung Fehler unterlaufen. In diesem Fall ist die neue Internetseite vielleicht moderner und übersichtlicher als die alte; leider wird sie aber auch von deutlich weniger Usern gefunden. Sie verschwindet quasi in den unendlichen Weiten des World Wide Web. Eines der übergeordneten Ziele sollte es daher sein, Ihre neue Internetseite sichtbar zu machen – vornehmlich in den wichtigsten Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo etc. Prüfen Sie zudem Alternativen, wie das Anlegen von Subdomains oder die Anpassung der Seiten-Tags.

Wege zum „Titel-Gewinn“
Innerhalb des Seitenquelltextes (Klick mit der rechten Maustaste auf der Website im Browserfenster > Seitenquelltext anzeigen) liefern Tags sowohl Nutzern als auch den Suchmaschinen wichtige Informationen. Der Title-Tag (<title>) beispielsweise beschreibt, wovon die jeweilige Seite handelt. Jede einzelne Website sollte daher mit einem speziellen Titel auf die jeweiligen Seiteninhalte abgestimmt sein. Hier sind kurze, informative Titel Trumpf. So erfährt der User, wie relevant die Seite für seine Suche ist. Ist der Titel zu lang, zeigt Google z.B. nicht den kompletten Text an. Zudem ist der Content-Bezug wichtig. Das heißt, es sollte vermieden werden, einen Titel zu wählen, der mit dem Inhalt der Seite nichts zu tun hat. Nicht selten liest man nach einem Relaunch auch Seitentitel wie „Unbenannt“ o.Ä.

Kurze und informative Meta-Tags

Während beim Titel kurze Texte gefragt sind, sollte im Meta-Tag „Description“ (<meta name="description" content=….) eine zwei bis drei Sätze umfassende Beschreibung des jeweiligen Seiteninhalts stehen. Auch hier gilt es, informative Beschreibungen zu wählen, damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen über die wichtigen Fakten informiert sind. Denn bei Google erscheinen diese Texte direkt unter der Title-Beschreibung. Dagegen bringt es nichts, die Description-Tags nur mit Keywords oder dem gesamten Seiten-Content zu überladen.

Kryptische URLs: keine Macht der SEO
Nach einem Relaunch wird oft vergessen, die URL-Bezeichnungen zu optimieren. So entstehen meist lange, ungenaue, kurz: kryptische URLs – und solche kann auch die beste Suchmaschine nicht zuordnen. Taucht der Suchbegriff jedoch in der URL auf, wird er bei Google entsprechend fett gedruckt. Dies zeigt, wie genau Suchmaschinen auch URLs nach entsprechenden Bezeichnungen durchforsten. Besucher wiederum prägen sich aussagekräftige Parameter besser ein und verlinken sie auch öfter.

Die vergessene Website
Jede Änderung der URL sollte auch durch die Einrichtung von 301er-Weiterleitungen begleitet werden. Andernfalls verweisen Links auf nicht mehr vorhandene Unterseiten. Umso ärgerlicher, wenn einige Unterseiten einfach beim Relaunch vergessen werden. Das ist keine Seltenheit, da man je nach Umfang der Internetpräsenz den Überblick über die eigene Domain schon mal verlieren kann. Hier sollte rechtzeitig mit entsprechenden Weiterleitungen vorgesorgt werden.

Vorsicht vor falsch angelegten AdWords-Kampagnen

Manche mögen jetzt denken: Wozu der Aufwand? Mittels Google AdWords lässt sich doch sicherstellen, dass die eigene Seite ganz oben bei den Suchergebnissen erscheint. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Denn auch der Einsatz von Tools wie Google AdWords kann nicht ungeplant erfolgen und erfordert eine entsprechend zielgerichtete Vorgehensweise (Anlegen von Anzeigentexten, Keywordrecherche, Tracking etc.). Darüber hinaus kann eine solche Kampagne sehr teuer werden – je nach Suchbegriff sogar erheblich. Wichtig ist hier, dass der „Return“ in der jeweils definierten Form stimmt (Einkäufe, Zugriff oder Abruf von Infos, Termine …). Ratsam ist es zudem, die eigene Website als Zielressource so zu konzipieren, dass sie bereits bei den so genannten organischen (unbezahlten) Suchergeb¬nissen weit oben erscheint. Zumal Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der User erst die organischen Ergebnisse betrachten, bevor sie auf die eingeblendeten Anzeigen klicken.

Tipp: Informieren Sie sich bei Spezialisten, die über den entsprechenden Erfahrungsschatz verfügen, bevor Sie sich blind in Aktionen verlieren. Profis hören Ihnen zu und erklären Ihnen in einem unverbindlichen Gespräch, welche Möglichkeiten und Herangehensweisen sinnvoll sind.

19.04.2011 10:51 Alter: 1 Jahre

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