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Business-„Spielregeln“ für Facebook & Co.

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Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder Twitter eröffnen neue Kanäle für Marketing, PR und Vertrieb. Jedoch funktioniert dies zumeist nur, solange die Mitarbeiter bei der Kommunikation über den Corporate Account bestimmte Regeln beachten. Beispielsweise sollten berufliche und private Inhalte nicht vermischt werden. Das kann im Ernstfall den guten Ruf der Firma gefährden.

Die Nutzung sozialer Netzwerke birgt Chancen und Risiken. Mitarbeiter und Kunden können über diese Kommunikationskanäle Geschäfte erfolgreich voranbringen. Viele Unternehmen haben diese Möglichkeit erkannt und lassen ihren Angestellten freien Lauf im Posten von Nachrichten, Tweets etc. Um den jeweiligen Web-Dienst sinnvoll, seriös und auch rechtskonform zu nutzen, sollten sich Mitarbeiter und Firmenverantwortliche bereits im Vorfeld abstimmen. Teilweise geben die Plattformen selbst nützliche Hinweise zum richtigen Umgang im Business-Umfeld – z.B. Twitter: http://business.twitter.com/twitter101.  

Häufig sind sich User der Tragweite ihrer Kommunikation über den Social Media-Firmenaccount nicht bewusst. Ein abfälliger Kommentar auf Twitter z.B. kann ernsthafte Folgen haben. Viele Experten raten Unternehmen daher auch juristisch gesehen zu einem Social Media-Leitfaden.

Nicht „blind drauf los“ posten
Offizielle und bereits publizierte (Presse-)Informationen eines Unternehmens z.B. dürfen von Mitarbeitern frei verbreitet werden. Das Veröffentlichen von sensiblen Projekt- oder Kundeninformationen sowie Finanzdaten jedoch ist tabu oder bedarf einer ausdrücklichen Zustimmung der Geschäftsleitung. Wenn ein Mitarbeiter etwas zu kritisieren hat, sollte er diese Themen intern mit dem Vorgesetzten besprechen, statt sein Missfallen zu twittern. Persönlicher Frust hat nichts auf einer Social Media-Plattform zu suchen.

Grundlegend ist es ratsam, Nachrichten und Mitteilungen zu posten, die einen Mehrwert bieten. Inhalte sollten relevant und von Nutzen sein. Dass im Unternehmen der Kaffee ausgegangen ist, dürfte in der Öffentlichkeit nur geringfügiges Interesse wecken.

Anonymität schafft Misstrauen
Pseudonyme verschleiern die Identität und tragen nicht zur Vertrauensbildung bei. Mitarbeiter sollten sich daher mit vollständigem Vor- und Nachnamen, Funktion und Unternehmen zu erkennen geben.

Jede Veröffentlichung kann von Vorgesetzten, (ehemaligen) Mitarbeitern, bestehenden oder potenziellen Kunden etc. gelesen werden. Daher müssen sich alle Verantwortlichen der möglichen Konsequenzen und Reaktionen bewusst sein sowie vom Unternehmen aktiv darauf hingewiesen werden. Ein Verzicht auf Obszönitäten, Beleidigungen und Diskriminierungen hinsichtlich Rasse, Religion, Geschlecht oder Herkunft ist selbstverständlich.

Professionell und seriös auftreten
Der große Vorteil von Social Media ist der direkte Austausch mit der Zielgruppe und damit eine persönliche Kommunikation auf Augenhöhe. Auch hier ist Professionalität und Seriosität ein Plus. Aus diesem Grund sollten Social Media-Richtlinien von Firmen kontinuierlich erweitert und an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Jedes Unternehmen sollte seine eigene „Kommunikationskultur“ schaffen und Anregungen sowie Erfahrungen untereinander austauschen, damit alle Mitarbeiter die Sinnhaftigkeit dieser Spielregeln verstehen und sie befolgen.

Die hier genannten Punkte geben lediglich Anregungen und erläutern die Basis für einen sinnvollen Umgang mit Social Media-Plattformen. Jede Firma sollte individuelle Richtlinien erarbeiten und diese regelmäßig hinterfragen oder aktualisieren.

Mehr dazu im aktuellen S&P-Leitfaden „7 Grundregeln für den erfolgreichen Einsatz von Social Media“.

01.06.2010 15:19 Alter: 2 Jahre

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