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Sprengel & Partner Blog

01.07.2010
09:28
SuP(info@sprengel-pr.com)

Durchblick im Social Media-Dickicht

Fast 40 Jahre benötigte das Radio, um 50 Millionen Benutzer zu erreichen – Facebook registrierte 100 Millionen neue Nutzer in neun Monaten. Nur China, Indien und die USA haben mehr Einwohner, als die Social Media-Plattform Mitglieder hat. Social Media boomt – umso schwieriger ist es, im „Netzwerk-Dschungel“ den Überblick zu behalten. Denn es gibt noch weitere Dienste, deren Popularität mit der von Facebook vergleichbar ist. Wir geben im Folgenden als Einstieg einen kurzen Überblick über einige relevante Netzwerke.

XING ist eine webbasierende Plattform, auf der Nutzer geschäftliche Kontakte knüpfen und verwalten können. Die Website wurde 2003 unter dem Namen OpenBC (Open Business Club) gegründet und zählte laut eigenen Angaben im Januar 2010 mehr als 8 Millionen Benutzer. Über die Erstellung eines Profils mit der Angabe beruflicher Daten kann jeder User sein eigenes Business-Netzwerk pflegen und aufbauen.

LinkedIn fokussiert ebenfalls die Pflege bestehender Geschäftskontakte. Die Plattform eignet sich gut zum Knüpfen neuer geschäftlicher Verbindungen. Das Portal ist mit über 60 Millionen registrierten Nutzern die derzeit größte Plattform dieser Art. In Deutschland ist Xing allerdings etwas populärer.

Facebook wurde im Februar 2004 entwickelt. Zunächst nur für Studenten in den USA freigegeben, folgte Schritt für Schritt die weltweite Ausdehnung auf bis zu 350 Millionen aktive Nutzer (Stand Ende 2009). Ursprünglich als Plattform für private Kontakte gegründet, etabliert sich das Netzwerk auf Grund des gestiegenen Funktionsumfangs zunehmend auch im Corporate-Bereich. Freunde und Geschäftspartner können sich hier unter anderem zu Gruppen zusammenschließen, Eventeinladungen versenden etc.

Twitter unterscheidet sich von den üblichen Social-Networking-Plattformen, da es sich um einen sogenannten Microblogging-Dienst handelt. Über diese werden Textnachrichten (genannt „Tweets“ oder „Updates“) mit maximal 140 Zeichen übermittelt. Das Medium dient als Kommunikationstool für Informationsaustausch, Kundendialog und Networking in Echtzeit. Neben der 140-Zeichen-Option zur Statusangabe besitzt jeder Twitter-User eine Profilseite, auf der sich eine Kurzbeschreibung, die URL, ein Firmenlogo oder ein Porträt einstellen lassen. Die Leser können die Beiträge eines Autors abonnieren und werden damit zu so genannten „Followern“. 

Flickr (engl. „to flick through something“: „etwas durchblättern“) unterscheidet sich von anderen Social-Media-Plattformen, da es sich um ein reines Fotosharing-Portal handelt. Der Dienst erlaubt es Nutzern, digitalisierte Bilder oder Videos auf die Website zu laden und anderen Usern zur Verfügung zu stellen. Zudem können Fotoabzüge bestellt, Bilder ausgedruckt sowie Kalender oder Grußkarten gestaltet werden. Unternehmen nutzen Flickr immer häufiger als Marketingtool, um Fotos von Kampagnen oder Veranstaltungen etc. zu veröffentlichen. Nach eigenen Angaben hat Flickr weltweit rund 40 Millionen registrierte Mitglieder. 

Auch YouTube zählt als Social-Media-Plattform. Das bekannte Video-Onlineportal zählt nach Google zur weltweit zweitgrößten Suchmaschine. Mittlerweile nutzen vermehrt auch Unternehmen den Dienst, um Werbefilme oder Präsentationen zu veröffentlichen.

MySpace, Wer-kennt-Wen, Stayfriends und studiVZ sind werbefinanzierte Websites, die es ihren Nutzern ermöglichen, kostenlose Benutzerprofile mit Fotos, Videos, Blogs, Gruppen usw. einzurichten. Sie gelten – im Gegensatz zu den eher Business-orientierten Xing, LinkedIn und teilweise auch Facebook – als soziale Netzwerke für Privates und Freizeit.

Social Media-Nutzung in Deutschland (Stand Mai 2010):

  • Facebook (mehr als 16 Millionen Mitglieder)
  • Wer-kennt-Wen (knapp 6 Millionen Mitglieder)
  • Stayfriends (ca. 5,5 Millionen Mitglieder)
  • studiVZ (mehr als 5 Millionen Mitglieder)
  • MySpace (ca. 5 Millionen Mitglieder)
  • Xing (ca. 3 Millionen Mitglieder)
  • Twitter (ca. 2,8 Millionen Mitglieder)
  • LinkedIn (ca. 700.000 Mitglieder)

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