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0915 Blog über BlogsDie Integration eines eigenen Unternehmensblogs – oder Corporate Blog, wie es neudeutsch heißt – ist in aller Munde. Zu Recht! Denn ein Blog kann wesentlich zur Imagebildung einer Firma beitragen. Doch überwiegt bei vielen Verantwortlichen auch weiterhin die Skepsis; weniger, was den Nutzen angeht, eher hinsichtlich Bedenken à la „Wir haben doch gar nicht genug zu berichten“. Wir halten dagegen: Wetten, Sie haben was zu sagen? Lediglich interessant aufbereiten sollten Sie es. Ansonsten gilt: Fühlen Sie sich frei.

Letztlich gilt beim Blog wie bei eigentlich jeder Textform: Was den Leser interessiert, sind Geschichten und Hintergründe, Nachrichten mit Mehrwert. Auch Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, unabhängig von ihrer Position, können durchaus von Interesse sein. Wenn Ihr Nachtwächter oder Ihre Putzfrau ein guter Schreiber/eine gute Schreiberin ist, dann lassen Sie Ihre Mitarbeiter ruhig ran. Ihrem Image kann es letztlich nicht schaden.

Denn was ist das Schöne am Blog? Sie können – wie sagt man so schön – „frei von der Leber weg“ schreiben. Natürlich gilt es auch hier je nach Art des Unternehmens, eine gewisse Etikette zu wahren. Einen Ich-schreibe-mir-jetzt-mal-den-Frust-über-meine-Kunden-von-der-Seele-Blog tut wahrscheinlich keiner Firma gut. Aber informativ, humorvoll, ironisch und auch selbstkritisch darf er sein. Der Blog ist vielleicht die reinste Textform: keine vorgeschriebene Form, kaum Regeln oder Beschränkungen, im besten Fall kurz und auf den Punkt gebracht, kein Redaktionsschluss und kein Schlussredakteur, der das ganze Werk wieder zersägt. Einfach eine „freiwillige Veranstaltung“ mit Informationen für den Leser, Spaßfaktor für den Schreiber und Mehrwert in Form von Ranking für die Unternehmensseite.

Denn die Erstellung und regelmäßige Pflege eines Blogs in Form von neuen Beiträgen auf der eigenen Webseite wird von den Suchmaschinen mit einem besseren Ranking der Seite honoriert. Nützlich sind in diesem Zusammenhang auch Links zu externen Seiten. Das steigert einerseits den Mehrwert der Information und zeitgleich die Bewertung durch Google. Verbreiten Sie Ihre Blogs auch unbedingt über Ihre Social Media-Kanäle wie Twitter und Facebook, um die Reichweite resp. den Bekanntheitsgrad Ihrer Webseite zu erhöhen.

Aus Spaß und Leidenschaft
Stichwort Spaßfaktor: Dieser sollte in Sachen Motivation ziemlich weit vorn stehen. Hat der Schreiber keinen Spaß an dem, was er da zu Papier bzw. auf den Bildschirm bringt, merkt das der Leser, und jeglicher Sinn ist schlagartig verfehlt. Wer einen Corporate Blog ausschließlich als Mittel zum Zweck ansieht, wird auch nicht lange durchhalten. Bloggt man hingegen mit Leidenschaft und dem Bedürfnis, sich sinnvoll mitzuteilen – gegebenenfalls auch das positive Image seines Unternehmens zu stärken –, stellt sich ein gewisser Erfolg schnell von allein ein.

Und was kann ich mitteilen?
Wie bereits erwähnt, steht diese Frage den meisten Bloggern im Weg. Und wie bereits erwähnt, ist mein Tipp: Fühlen Sie sich frei. Aber! (Ja, leider gibt es auch hier ein „Aber“). Bloggen Sie nicht irgendwas. Fragen Sie sich vorher: Was interessiert meine potenziellen Leser? Ein Unternehmen hat in der Regel eine Zielgruppe. Menschen außerhalb dieser Gruppe werden sich kaum auf Ihrer Webseite verirren. Ihre Blogbeiträge müssen sich jedoch nicht zwangsläufig mit Ihnen bzw. Ihrem Unternehmen befassen. Lediglich der thematische Zusammenhang sollte stimmen. Ein Autohersteller kann über die Geschichte der Automobilindustrie bloggen, ein Lebensmittelkonzern postet Rezepte, ein Steuerberater informiert über Neuigkeiten oder Tipps im Steuerrecht.
Doch Ideen können auch von Ihren Lesern kommen. Falls Sie eine Kommentarfunktion zu Ihren Beiträgen erlauben. Beobachten Sie die Kommentare genau. Analysieren Sie, welche Beiträge Zuspruch erhalten und welche eher kritisch gesehen werden. Gegebenenfalls tauchen auch Fragen oder Themenanstöße Ihrer Leser auf, die Sie für einen der nächsten Blogs aufnehmen können.

Wichtig: Halten Sie auch eine gewisse Regelmäßigkeit ein. Ein Blog pro Monat ist zu wenig, eher einer pro Woche, gerne auch mehrere – je nachdem, ob Sie genügend Zeit dafür aufbringen können.

Denken Sie immer noch, Sie hätten nichts zu sagen? Ich bin sicher, die ersten Ideen fließen bereits.